So gibt es günstige flüge online



Online tun für zahlreiche Plattformen mit den „günstigsten Flügen“. Bei zahlreichen handelt es sich freilich eher um Lockangebote: Denn in der Regel wird die Preise teurer, wenn Sie sich durch den Buchungsprozess klicken – obgleich das fast immer gegen die Jurisdiktion des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) verstößt. Das ist unangenehm, fordert lange und zunächst Geld. Wir haben uns die diversen Seiten für die Flugsuche näher angeschaut und erforscht, wo getrickst wird und wie Sie trotzdem zu einem günstigen Flug kommen.

Flugportale online

Es gibt ohne Ende Webseiten im Internet, bezüglich der Sie Flüge recherchieren und buchen können. Erst einmal geht das selbstverständlich in den Fluggesellschaften selbst. Doch um gar herauszusuchen, welche Airlines Ihre Strecke jetten und welche davon am günstigsten ist, sind Flugportale besser. Auf den 1. Blick wirken die meisten Seiten zur Flugsuche sehr ähnlich, aber es gibt zwei in Gänze unterschiedliche Arten:

  • Flugvermittler: Provider wie expedia.de sind wie Reisebüros: Sie funktionieren mit Airlines gemeinsam und verkaufen deren Flüge über ihre Internetseiten weiterhin. Dafür verlangen sie eine Servicegebühr, die meist unter 15 und 30 Euro liegt. Flugvermittler abdecken selten den ganzen Markt ab, sondern haben nur unterschiedliche Offerten im Programm.
  • Flugsuchmaschinen: Gegenüber den Flugvermittlern verkaufen Webseiten wie flug.idealo.de, Skyscanner, Kayak oder Swoodoo selber keine Flüge, stattdessen vergleichen die Preise anderer Webseiten. Sie belegen ebenso wie die Preise der Fluggesellschaften sowie die von Flugvermittlern. Auf Flugpreisportalen kann man nicht unmittelbar buchen, sondern nur eine Preisübersicht erhalten. Wenn Sie buchen wollen, gelangen Sie über Links neben den Durchgeführt auf die Internetseiten der Airlines oder Flugvermittler.

Da die Flugsuchmaschinen Ihnen den bedeutensten Überblick und bequemsten Preis Vergleich bieten, sollte man Ihre Suche nach einem Flug online immer auf einem dieser Portale starten. Aber: Nicht alle Flugsuchmaschinen sind gleich gut. Und: Es existiert einige (+ Zahl) Tücken, die Sie beachten sollten.

Die bequemsten Flugsuchmaschinen

Wir haben im April 2016 sieben Flugsuchmaschinen geprüft: billigflieger.de, discountflieger.de, flug.idealo.de, Kayak, Momondo, Skyscanner und Swoodoo. Im Test haben wir zehn übliche innerdeutsche, europäische und interkontinentale Wege begutachtet – Hin- und Rückflug mit Start in Deutschland. Beim Preis Vergleich waren nicht die Summen entscheidend, die die Search Engines auswarfen, stattdessen das, was die Flüge im Falle einer Reservierung wirklich gekostet hätten – inklusive Servicegebühren und Ausgabe für das günstigste verbreitete Zahlungsarten, das genutzt wurde.

Tipp: Sehen Sie auch nach Quadrocopter Flügen an anderen nahegelegenen Airports und zu alternativen Terminen.

Das stellt einen großer Unterschied, denn trotz der EuGH-Rechtsprechung stimmen oft die Kosten, die in erster Linie Flugvermittler auf den Flugpreisportalen angeben, nicht anhand dessen überein, was der Flug am Ende in Wahrheit fordert. Unser Test bewies, dass ein paar Websites das Problem ausdrücklich passender im Griff haben als weitere.

Auch die tatsächlichen Endpreise der Flüge waren verschieden – obgleich alle Portale ähnliche Provider durchforsten. Die Flugsuchmaschinen flug.idealo.de, discountflieger.de und Kayak lagen über alle zehn getesteten Flugverbindungen im Schnitt nur 14 bis 16 % überm jeweils besten Preis im Test. Bei discountflieger.de sind die Flüge allerdings oft bei Ergebnisliste billiger bezeichnet, als sie bei der Buchung wirklich waren.

Deutlich kostspieliger waren die angezeigten Flüge auf Skyscanner und Swoodoo: Die zwei Suchmaschinen lieferten Kosten, die den konkurrenzfähigsten Preis bei einer tatsächlichen Reservierung im Durchschnitt um rund 30 Prozent übertrafen. Wer bestimmt den günstigsten Flug finden will, sollte auf zwei Plattformen die Kosten gleichsetzen. Wir raten dafür flug.idealo.de und Kayak.

Multistopp- oder Gabelflüge vermögen sich lohnen

Mit einem Gabelflug kann man von einem ähnlichen Flughafen zurückfliegen als Sie angelangt sind. Sie jetten beispielsweise von Frankfurt am Main nach San Francisco, benutzen dann einen Leihwagen bis L.A. und jetten daher zurück nach Frankfurt am Main. Auch ein zusätzlicher Stopp wäre möglich, zum Beispiel auf dem Rückflug in Washington. Oder auch der Rückflug in eine andere Stadt. Bei einem Multistoppflug können Sie auf Ihrer Route Bezüge auswählen. Wenn Sie eine komplexere Flugpassage entwerfen wollen, können Sie mit Multistopp- oder Gabelflügen erheblich einsparen – statt die Flüge einzeln zu buchen.

Um bei der Flugsuche nicht die Internetseiten aller Airlines einzeln aufrufen zu müssen, sollte man zunächst auf wenigstens mit einer der von uns angeratenen Flugsuchmaschinen kontrollieren, welche Fluglinien generell am günstigsten Ihre Strecke fliegen.

Wenn Sie die Zeit einsparen wollen und nicht aufgelegt, die Internetseiten der einzelnen Flugvermittler durchzuklicken, gehen Sie im Flugpreisportal vorzugsweise gradweg auf das Angebot der Fluggesellschaft. In der Regel erscheint die Preiszusammensetzung der Airline bei Liste der weiteren Angebote für die gewählte Strecke.

Wenn Sie unmittelbar für die Airline buchen, haben Sie einen Kontaktperson dort und meist den besseren Service: Falls der Flug ausfällt oder Sie kurzfristig umbuchen möchten, sind Sie als direkter Kunde der Airline oft vorzugsweise bedient. Die Reservierung direkt bei der Luftverkehrsgesellschaft lohnt sich also selber dann, wenn der Flug dort ein wenig teurer sein sollte.

Bei hochwertigen Langstreckenflügen empfehlen wir, abgesehen von den Flugsuchmaschinen auch die Kosten der Vermittler zu prüfen – falls Sie kein Schnäppchen versäumen möchten. Vorsicht allerdings vor Fluglinien, deren Webseite und Servicenummer nicht auf Auf deutsch erhältlich sind. In dem Fall sollten Sie nicht direkt dort buchen, stattdessen über einen deutschen Makler.

Was Sie beachten müssen

So groß der Benutzen der Flugsuchmaschinen auch ist: Es existiert eine Reihe von Tücken, die Sie berücksichtigen sollten.

Trotz EU-Verbot verschleierte Kosten und voreingestellte Extras

Airlines oder Reisevermittler sollen auf ihren Websites immer den Endpreis für einen Flug angeben, inklusive Steuern, Flughafengebühren und Zuschlägen (EU-Verordnung Nr. 1008/2008, Beitrag 23). Auch kostenpflichtige Sonstige Leistungen sollen erkennbar gemacht werden und dürfen nicht voreingestellt sein. Aber nicht alle Anbieter halten sich fast staatlichen Vorgaben. Oft ist erst im vergangenen Buchungsschritt ersichtlich, die Abgaben addieren. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat schon mehrere Klagen und Abmahnverfahren gegen Airlines und Seiten geführt, zum Beispiel gegen Air Berlin und Ryanair sowie gegen fluege.de.

Die Stiftung Warentest stellte im Februar 2015 fest, dass sich einige Flugvermittler und Fluglinien nach wie vor nicht annähernd EU-Verordnung und ein entsprechendes Beschluss des Deutschen Gerichtshofs vom Januar 2015 fixieren (Az. C-573/13). Unter den Flugportalen ist nur lastminute.de beispielhaft. Expedia.de, opodo.de, fluege.de und flug.de stoßen im Verlauf des Buchungsprozesses hohe Zahlungsgebühren auf. Unter den fünf von der Stiftung Warentest untersuchten Fluglinien zeigten Air Berlin und Kranich bei Internetbuchung sofort den Kaufpreis an. Bei diesen Gesellschaften vermögen die Firmenkunden per Abbuchung ohne Zuschlag bezahlen.

Rabatte durch hohe Servicegebühren bei Buchung aufgefressen

Manchmal gibt es zwar einen Disagio – der beim Flugvergleich sicher gestellt hat, dass der Preis konkurrenzfähig ist. Dann kommt aber eine teure Service- oder Kreditkartengebühr hinzu, die oft zweifach so hoch ist wie der Preisnachlass.

Die genannten Kosten der Fluggesellschaften sind zuverlässiger und oft günstiger

Die Kosten der Flugvermittler erscheinen auf den Testseiten also meist günstiger, als sie es wirklich sind. Interessant ist, dass die Preise der Airlines dort eher teurer angegeben werden, als sie eigentlich sind. Generell scheinen die deren Airline übermittelten Preise meist akkurat zu sein, im Verlauf die Angebote der Vermittler bis zum Ende des Buchungsprozesses fast immer deutlich teurer sein. Ist da in den Stichroben herausgefunden, dass die Vermittler nur selten wirklich einen Abschlag bieten und wenn, dann sind es maximal ein paar Euro. Das verfügbar allem an beiden höheren Kreditkartengebühren im Kollationieren zu den Airlines und weiteren Servicegebühren – sofern sie überhaupt offen veranschaulicht werden.

Billiger sind die Makler nur, wenn sie Kontingente eines Flugs haben, der bei der Airline schon fast vergriffen ist. Das kommt aber eher wenig vor. Preisvorteile in den Onlinereisebüros können auch entstehen, wenn sie Hin- und Rückflug von zwei diversen Fluglinien zusammenstellen. Das kann ab und zu deutlich billiger sein, als beide Strecken für eine Fluglinie zu reservieren. Aber auch hier hat es die Möglichkeit sich bezahlt machen zu kontrollieren, was die einzelnen Wege bei den Airlines direkt kosten.

Vorsicht: Kreditkarten- und Servicegebühren

Bei den Zahlungsgebühren schlagen die Flugvermittler hübsch drauf. In den Testbuchungen lagen die zusätzlichen Kreditkartengebühren der Reisevermittler meist unter 15 und 35 Euro – stellenweise sogar noch merklich darüber. In den Vermittlern gibt es meist auch keine empfehlenswerte kostenlose Alternative. Auf den Internetseiten der Fluglinien hingegen schon: Bei ein paar kann man per Geldanweisung, Abrechnung oder Geldüberweisung bezahlen, was im Normalfall kostenfrei und für Firmenkunden ohne Zweifel ist.

Achten Sie auf die Verbindung und die Flugzeiten

Hat man beim Flugvergleich auch einen Blick darauf, wie oft Sie umsteigen müssen und wie lange Sie auf Achse sind. Denn die billigsten Flüge sind oft mit Zwischenstopps gekoppelt und andauern lange Zeit. In den Portalen können Sie bei der Suche die maximale Flugdauer und die Menge der Stopps anpassen. Überprüfen Sie die Flugdauer selbstverständlich auch im anderen Verlauf und in subjekt Linie vor der Reservierung. Manchmal stellt sich die Suche automatisch abermals um, und Ihnen werden doch Umsteigeflüge oder lange Warteschlangen dargestellt.

Lassen Sie sich keine hochwertigen Absicherungen unterjubeln

Obwohl es das EU-Recht verbietet, sind Reiserücktrittsversicherungen und andere Angebote auf den Flugportalen manchmal sogar voreingestellt. Wer für die Flugbuchung nicht aufpasst und das passende Häkchen nicht entfernt, kauft aus Versehen sogleich eine Jahresversicherung für rund 35 bis 50 Euro mit, möglicherweise sogar mit automatischer Erweiterung.

Selbstverständlich auch mit ähnlichen Energie probieren die Portale, ihre Versicherungen und Sonstige Leistungen zu verkaufen. Mehrfach muss der Anwender bestätigen, dass er wirklich „schutzlos“ in Urlaub jetten will. Wenn Sie instinktiv auf den größten und naheliegenden Button zum Vorwärts kommen drücken, kaufen Sie die Vorsorge mit – diesen Trick wenden viele Seiten an.

Wie Sie am besten ans Ziel gelangen

Verwechseln Sie Flugvermittler nicht mit natürlichen Flugsuchmaschinen. Nur die Flugsuchmaschinen offerieren einen echten Preis Vergleich. Erwarten Sie aber nicht, dass Sie damit immer große Angebote machen. Die Portale dienen zunächst dazu, die passende Airline für Ihren Flug existent.

In ein paar Umständen können Sie durch die Buchung bei einem Flugvermittler gegenüber der unmittelbaren Reservierung bei der Fluggesellschaft nennenswerte Beträge einsparen, in ähnlichen Umständen nur ein paar Euro – oder der Ticketkauf bei der Firma ist sogar billiger. In der Regel haben Sie über die Luftverkehrsgesellschaft den geeigneteren und direkten Dienstleistung – überwiegend bei Auftragsänderungen, Stornierungen oder Flugausfall. Über einen Link kommen Sie im Normalfall vom Vergleichsportal unmittelbar auf die Seite der Airline.

Es kommt selbstverständlich auch vor, dass die Preiszusammensetzung bei einem Vermittler deutlich unterm der Fluglinie liegt. Dann ist es lohnenswert, übern Flugvermittler zu buchen. Seien Sie bei der Intabulation aber gewissenhaft und berücksichtigen Sie bei jedem Abschnitt auf die Tatsache, dass Sie keine weiteren Services shoppen, die Sie nicht benötigen.

Generell gilt: Seien Sie für die Flugbuchung im Internet krass aufmerksam und kritisch. Reservieren Sie nicht in Eile oder unter Zeitdruck. Lesen Sie sich zugegeben alles genau durch und klicken Sie nur weiterhin, wenn alles akkurat ausgewählt ist.